Irgendwo zwischen Afrika und China. Dr. Brumm geht wandern.

Was bin ich froh, dass ich bisher immer an so bergkundige Mitnehmer geraten bin! Und nicht an den Bären Dr. Brumm. Den hab ich nämlich in dem Bilderbuch Dr. Brumm geht wandern kennengelernt. Er ist ein wahrer Chaot vor dem Herrn, den ich allerdings sofort in mein Hundeherz geschlossen hab. Solange ich seine Geschichten lesen kann und ihn nicht als Bergführer engagieren muss ... Doch jeder hat halt andere Qualitäten: Dr. Brumms Stärke ist es ganz eindeutig, der Held einer ganzen Kinderbuchserie zu sein. Und an einem Kinderbuch zum Thema Berge konnte ich natürlich nicht vorbeigehen. Schon gar nicht an einem, das so toll gezeichnet ist!

Los ging das Buch mit einem Ratespiel. Da waren lauter Sachen aufgemalt, und wir Leser sollten erraten, was davon in einen Wanderrucksack gehört. Nettes Spiel, dachte ich. Keine Ahnung, warum da so absurde Dinge wie ein Bügelbrett und ein Fernseher abgebildet waren.

Dann begann schon die Geschichte: Bär Dr. Brumm geht jeden Mittwoch wandern (beneidenswert, aber das nur am Rande) und bricht auch an diesem Mittwoch wieder mit seinen Freunden Dachs und Pottwal, einem Goldfisch im Glas, auf, um die Berge zu erobern. Der Ausflug beginnt bei Dr. Brumm zu Hause. Da wurde ich gleich ein bisschen neidisch, dieses Hüttchen ist nämlich ganz und gar charmant und ... absurd. Im Garten steht ein Schneemann vor dem Ventilator, und an einer Angel baumelt ein Weißwurst-Köder über dem Maulwurfshügel. Absurd ist schön, und damit war das Ganze schon mal ganz nach meinem Geschmack.

Leider konnte ich nicht noch mehr Zeit beim Haus verbringen, weil die drei Wanderer schon loswollten mit ihren schweren Rucksäcken. Weit kommen sie nicht, denn kurz darauf treffen sie den Bauer Hackenpiep, der sein Schaf Murmel verloren hat. Da wollen unsere drei Freunde selbstverständlich helfen.

Bei der Suche entpuppt sich Dr. Brumm dann als der wahrscheinlich mieseste Bergführer aller Zeiten, z. B. hat er als Wanderkarte eine Weltkarte eingepackt und stellt fachbärisch fest, dass sie sich ganz sicher zwischen Afrika und China befinden. Als ein Unwetter aufzieht, stolpern die Berghelden deshalb orientierungslos in eine wunderbare Tropfsteinhöhle und finden dabei, wie es der Zufall so will, das Schaf Murmel.

Murmel kennt zwar den Nachhauseweg, das hilft aber nichts. Denn es wird Nacht. Alle denken, das ist kein Problem, schließlich hat Dr. Brumm die Rucksäcke garantiert voll korrekt gepackt. Aber von wegen! Da ist dann nämlich all der unnütze Kram drin, den wir auf der ersten Seite aussortieren sollten. Au Backe, dieser Brumm!

Wie's weitergeht, mag ich Euch jetzt gar nicht verraten. Sonst ist's ja nicht mehr spannend für Euch! Und das wäre wirklich schade, weil es so ein lustiges Buch ist. Die großen Leute sagen, dass das Buch für Kinder ab fünf Jahren sein soll. Was bin ich froh, dass da kein Mindestalter für Hunde steht!

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Warum wir auf Berge steigen? Weil sie da sind!

(Sir Edmund Hillary)