Radltour zum Schloßbiergarten Mariakirchen und Wildthurner Kunsttage

So, nach so vielen Bergen endlich mal eine neue Herausforderung: 60 km radeln. Dann schau ma mal!
Die Traudl von organisation + raum und ich bestiegen das Rad und tauchten beim Gasthof Löhr in Landau in den Bockerlbahn-Radweg ein. Damit wir nicht nur in der Gegend rumstrampeln, bestand ich auf einer ersten Einkehr im Schloß Wildthurn (ein wenig Kultur muss schließlich sein). Ich hatte gehört, dass dort jedes Jahr im August die Wildthurner Kunsttage sind.

Kunsttage WildthurnDie Messerschnitte des Künstlers Hans Lankes waren toll. Er zeichnet die Bilder direkt mit dem Messer, ohne Vorzeichnung und ohne Vorlage.

Kurios ist, dass das Schloss bis 1981 ein Privatkrankenhaus war und man noch überall die entsprechenden Schilder sieht. Die Ausstellungs- und Musikräume waren früher mal die Krankenzimmer, und der Raum mit der Theke war der OP. Da in dem sehr, sehr schönen Cafe auch leckere Kuchen angeboten wurden, mussten ein Espresso und ein Stück Preiselbeerkuchen mit Sahne sein. Übrigens gehen die Kunsttage noch bis 25. August.

Nun ging es gestärkt leicht bergauf weiter Richtung Simbach, vom Isar- ins Vilstal, vorbei an der Wasserscheide und auch an der Radlerrast (leider hatte im Moment nix mehr in unseren Bäuchen Platz). Von da rauschten wir bergab nach Simbach – und mir wehte gehörig der Wind um die Nase, das kann ich Euch sagen! Von Simbach bis Arnstorf ist die Strecke schön eben, und wir radelten entspannt durchs Kollbachtal. In Arnstorf verließen wir den Bockerlbahn-Radweg, der noch bis Postmünster geht, und fuhren die letzten Kilometer auf dem Kollbachtal-Radweg.

Schlossbräu MariakirchenWir wollten nämlich unbedingt in den Biergarten vom Schloßbräu in Mariakirchen. Da werden seit 2003 wieder nach alter Rezeptur – und natürlich dem bayerischen Reinheitsgebot – unfiltrierte, naturbelassene Biere gebraut. Der Scheps ist ein Traum. Da hab ich mich ganz schön reingehängt. Für alle, die's nicht wissen: Scheps ist alkoholreduziertes Leichtbier, das früher zur Stärkung der Erntehelfer gereicht wurde. Nach Brotzeit und Scheps hatte ich zwar einen kleinen Durchhänger und hab mich zur Rückfahrt erst mal in die Tasche verzogen ... aber bei der Radlerrast in der Nähe von Simbach hatte ich schon wieder Durst. Es hätte auch Bayerische Brotzeit und hausgebackenen Kuchen gegeben, mmmh – aber wir hatten ja erst. Dann sausten wir die restlichen Kilometer ohne Pause durch. Im Gasthof Löhr, direkt am Radweg hätte man dann erneut lecker essen können, aber Traudl wollte noch zum Konzert nach Wildthurn.
Eigentlich hatte ich mir vorgenommen mitzugehen, aber dann war ich doch recht geschafft und zog das Sofa vor. Ja, auch Radeln in Niederbayern macht Spaß, besonders wenn es so viele Rast- und Schlemmerstationen gibt.

Mehr Fotos gibt´s wieder auf Facebook.

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Warum wir auf Berge steigen? Weil sie da sind!

(Sir Edmund Hillary)