Endlich raus: Ich war auf dem Jochberg

Endlich! Sie hatten ein Einsehen und haben mich in die Berge gebracht! Na ja, sagen wir auf einen Hügel, genauer gesagt auf den Jochberg. Mit seinen 1565 m war der Aufstieg nicht gerade eine Expedition, aber man ist ja auch für Kleinigkeiten dankbar. Und es war einfach schön!

Tour auf den JochbergUm 10 Uhr morgens auf dem Jochberg-Gipfel

Da mich die Damen von oechlerdigital mitten in der Nacht aus dem Körbchen geworfen haben, waren wir um 10 Uhr schon auf dem Gipfel. Da war's dann leicht diesig, aber trotzdem ganz herrlich. Ich war selig und habe ihnen den frühen Rausschmiss großzügig verziehen.

Wir haben jeweils einen Blick auf den Walchen- und den Kochelsee geworfen und es gab eine anständige Brotzeit. Die Damen haben sich dann noch vier- bis achtmal gegenseitig bestätigt, dass es eine ganz wunderbare Idee war, heute nicht ins Büro, sondern auf den Berg zu gehen. Gerade als ob das ihre Idee gewesen wäre ...

Nach dem Abstieg kamen wir am Walchensee an einem Badeplatz raus. Nun hätte alles weiter so schön sein können, hätten die beiden Damen nicht ihre echten Hunde dabei gehabt. Die hatten nichts Besseres zu tun, als sich mehrmals direkt neben mich zu stellen und sich zu schütteln, frisch aus dem See. Brrr, Nasswerden ist nicht so meins! Auf dem Berg, in einem Regenguss, okay. Aber von einem sich schüttelnden Hund? Nein, danke!
Davon mal abgesehen war das alles ganz großartig, und ich kann's gar nicht erwarten, bis mich wieder jemand mitnimmt.

Übrigens hab ich beim Aufstieg ein Schild gesehen: Benediktenwand 6h. Wenn ich es jetzt schon geschafft habe, mich auf den Jochberg tragen zu lassen, kann ja die Benediktenwand auch nur ein Klacks sein. Ob eineinhalb oder sechs Stunden, das macht doch keinen großen Unterschied, oder?

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Warum wir auf Berge steigen? Weil sie da sind!

(Sir Edmund Hillary)