Xavers erste Begegnung mit den Bergen

Mein Leben hier im Büro

Meine Tage haben eine erschreckende Eintönigkeit: Ich liege hinten in der Ecke, dort, wo mein Körbchen steht. Und ich muss sagen, anfangs fand ich das auch ziemlich gut. Nette Kollegen, ausreichendes und vorzügliches Fressen, frisches Wasser, kein Stress (na ja, zumindest nicht für mich). Doch je länger ich dort lag, umso mehr nahm ein bestimmtes Gefühl überhand: Langeweile.

Die erste Tour

IMG 0172Beim Aufstieg bei meiner ersten Tour: HochriesDann plötzlich ist etwas passiert! Die Leute vom Büro haben mich eines Tages einfach geschnappt und mich eingepackt. Und bevor ich mich's versah, war ich auf der Hochries im Chiemgau! Sie meinten, dieser "Hügel" reicht mir für den Anfang. Mir war das egal. Es war mitten im Hochwinter, der Schnee war pulvrig, wie er sein soll, und auf der Hütte oben gab's vorzügliche Kaaspressknödel (psst, nicht verraten, dass sie mich ständig mit Menschenessen füttern, aber ich mag dieses Hundefutter einfach nicht). Und da hab ich plötzlich erkannt: Es gibt ein Leben außerhalb des Büros.

Ein Hund wie ich in den Bergen - Kann das gutgehen?

Trotzdem war ich zunächst skeptisch. Die Berge und ich, sind wir wirklich füreinander gemacht? Ich meine: Was da alles passieren kann! Man kennt das ja: Steinschläge, Lawinen, Gewitter und weiß der Geier, was sonst noch.

Und noch ein anderer Aspekt kam mir in den Sinn: Die Berge sind hoch, es ist steil, die Wege sind oft weit. Und ich bin - na ja, wie soll ich sagen ... Also, um es auf den Punkt zu bringen: Ich bin faul. Nach der tollen Tour auf die Hochries rollte ich mich von Zweifeln geplagt in meinem Körbchen zusammen und war kurz davor, für immer auf Abenteuer zu verzichten.

 

Faulheit und Berge werden vereinbar

Aber schließlich hatte ich die rettende Idee, zumindest für letzteres Problem: Ich lasse mich tragen! Logisch eigentlich, selber laufen kann ich ja nicht. Jedenfalls war das der Durchbruch. Steil und anstrengend sind kein Thema mehr, und mit dem bisschen Gewitter und anderem Krimskrams werd ich auch noch fertig.
Damit ist das Ziel klar: Ich muss in die Berge, und zwar möglichst oft.

 

 

Share

Warum wir auf Berge steigen? Weil sie da sind!

(Sir Edmund Hillary)