Eifel-Rallye 2014. Xaver auf Speed

Normalerweise bin ich ja eher in den Bergen unterwegs, aber im Sommer habe ich mit Beate Mader von VISION³ und Katja eine ganz besondere Tour der anderen Art gemacht – es ging nämlich zum Eifel-Rallye-Festival, einer tollen Veranstaltung mit rund 200 coolen historischen Rallyefahrzeugen! Schirmherr ist Walter Röhrl, der bekannteste Rallyefahrer in Deutschland – er fährt beim Festival selbst mit mehreren Fahrzeugen mit. Und was soll ich sagen – auch ich war mittendrin …

Bei der Dokumentenabnahme habe ich mich mit AntjeWim Hobifeld, den Rallyereportern, getroffen, und darauf folgte gleich der Hammer: eine Einladung zu einer Mitfahrt beim Shakedown (das ist die letzte Testfahrt vor dem Start).

feuerfest und aufgeregt 1

Oha, ich im Rallyeauto – da hatte ich schon ein wenig Nervenflattern. Das Team der Startnummer 29, Frank-Olaf Schmidt, Steffi Huelsmann und Katja und Schorsch Hossfeldt haben das bemerkt und mir erst mal das Rallyeauto gezeigt: einen Ford Escort MK1, auch Hundeknochen-Escort genannt. Das kam mir erst mal komisch vor – ein Sockenhund in einem Hundeknochen? Ich war dann aber beruhigt, dass der White Horse Escort von Frank und Steffi ein cooles Auto war, ausgerüstet mit Überrollkäfig, Renngurten und allem, was für die Sicherheit benötigt wird.

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Antje und Wim haben mir meinen Beifahrerplatz hinten im Helmnetz gezeigt. Die beiden machen bei ihren Chefs Schorsch und Katja immer die Zusatzbeifahrer und sind längst Rallye-Profis. Ausgerüstet mit feuerfesten Klamotten ging es dann auch schon los zum Shakedown, der legendären Eifel-Wertungsprüfung "Mantaloch".

Xaver StartShakedown

Auf dem Weg zum Start grübelte ich: Warum bloß heißt die Wertungsprüfung Mantaloch? Ich wollte auf jeden Fall nicht in diesem Loch stecken bleiben und wertete es als gutes Zeichen, dass ich in einem Escort und nicht in einem Manta mitfuhr.

Am Start war bereits einiges los, und nachdem ich mit Katja noch mal kurz das "Gebetbuch" des Beifahrers durchgelesen hatte, rollten wir auch schon zum Start. Antje, Wim und ich waren ein bisschen nervös, weil es pünktlich zum Start anfing zu regnen – hmm, das Team hatte doch eher Trockenreifen aufgezogen … Bei Frank-Olaf und Katja vorne im Auto ging es locker zu, die beiden hatten noch Zeit für ein paar Scherze – also beste Stimmung im Auto.

Dann war es so weit, der Starter zählte die letzten zehn Sekunden herunter, Frank gab Gas, und Katja fing an zu lesen: „200 links 1-300 R4 Achtung sofort links 3 minus sofort rechts 3 minus Achtung Mantaloch …“ So ging das für die nächsten acht Kilometer. Und wir Blogger im Helmnetz hatten richtig Spaß, wurden durchgeschüttelt und spürten die Geschwindigkeit hautnah. Frank-Olaf ließ es ordentlich krachen und heizte überall, wo Zuschauer standen, wild mit dem White Horse Escort um die Ecken. Vor dem Ziel war es nass und schmierig, und wir legten noch einen Dreher hin – das fanden nicht nur die Zuschauer klasse!

Wow, das war genial! Wir wollten gleich noch mal und stellten uns wieder am Start an. Nach zwei weiteren Shakedown-Runden stand fest: Xaver ist die schnellste Socke der Eifel!

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Wieder zurück im Servicepark mussten wir erst mal alle anpacken, um den Escort wieder sauber zu machen, dann wurden noch Reifen für den nächsten Tag gewechselt, und die Blogger hatten noch reichlich Gelegenheit, Abenteuerstorys auszutauschen.

Danke an das Team vom White Horse Escort für diesen Ritt – jetzt weiß ich, warum Antje und Wim immer so begeistert von ihren Rallyes berichten. Ich bin sicher, das war nicht mein letzter Besuch in der Rallyewelt.

Motorhaube 1

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Warum wir auf Berge steigen? Weil sie da sind!

(Sir Edmund Hillary)